Was ist die 
Interkulturelle Pfarrkonferenz (IPK)?

 

Am 9. Mai 2022 hat die Interkulturelle Pfarrkonferenz (IPK) ihr 50-jähriges Jubiläum an dem Entstehungsort gefeiert, nämlich in Frankfurt am Main. Am 19. Mai 1972 hat das Kirchliche Außenamt der EKD zu einer ersten Konsultation evangelischer ausländischer Pfarrer eingeladen. Diese Konsultation, die ein Jahr später die Bezeichnung Konferenz der Ausländerpfarrer (KAP)  angenommen hat, hat sich auf drei Ziele verständigt: 
(1) den Erfahrungsaustausch unter evangelischen ausländischen Pfarrern zu ermöglichen 
(2) die Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Außenamt zu fördern und 
(3) Anregungen für die Arbeit des Kirchlichen Außenamtes für ausländische Arbeitnehmer zu geben. 

Aus der soziapolitischen Notwendigkeit der 1970er und 1980er Jahre heraus gab die KAP den christlichen Ausländern eine Stimme innerhalb der Evangelischen Kirche und setzte wichtige Impulse für die gesellschaftliche und kirchliche Öffentlichkeit. Seit ihrer Entstehung hat sich die KAP an zahlreichen Orten mit Menschen aus mindestens 25 Kulturen, aus evangelischen, orthodoxen, altorientalisch-orthodoxen, anglikanischen und anderen zum ÖRK zugehörigen Gemeinden für eine ökumenische Zusammenarbeit getroffen. 

Ab 2012 hat sich die KAP zur Interkulturellen Pfarrkonferenz (IPK) umbenannt. Nicht nur gesellschaftspolitische Fragen, sondern auch Fragen des ökumenischen Miteinanders, des pastoralen Austausches und der gemeinsamen theologischen Reflexion haben die Neuausrichtung der IPK primär bestimmt. Das Präsidium bildet zusammen mit dem Geschäftsführer der EKD das leitende Gremium der IPK, das eine konfessionelle und kulturelle Vielfalt widerspiegelt. Neben der jährlichen Konferenz organisiert die IPK Tagungen und Begegnungsforen, um die Interkulturalität in Deutschland sichtbar zu machen. 

Nähere Infos zur Entwicklung und Themenschwerpunkt der IPK sind in der Festschrift zu finden, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums entstanden ist: Link zur Festschrift 
Die Geschäftsordnung  der IPK gibt Einblicke in die Arbeitsweise der IPK: Link zur Geschäftsordnung der IPK.

Mitglieder des Präsidiums der IPK

Das Plenum der Interkulturellen Pfarrkonferenz tritt einmal im Jahr für zwei Tage zusammen und wählt aus seinen Reihen drei bis fünf Mitglieder in das Präsidium. Das Präsidium soll die konfessionelle und kulturelle Vielfalt der IPK widerspiegeln.

1. Vorsitzende

Pastor Dr. Mike K. Lee

Pastor Dr. Mike K. Lee (1. Vorsitzender der IPK)

Dr. Mike Kwang-Yul Lee ist in Duisburg aufgewachsen, hat Theologie in den USA, in Kanada und in Deutschland studiert und wurde zum Thema der zweiten Generation koreanischer Christen in Deutschland an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal promoviert. Er hat sowohl als Pastor in unterschiedlichen koreanischen Migrationskirchen als auch in internationalen freikirchlichen Gemeinden gedient. Seit 2019 ist er als Dezernent für Internationale Gemeinden und Interkulturelle Öffnung im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig und ist Geschäftsführer des Internationalen Kirchenkonvents Rheinland-Westfalen.

2. Vorsitzende

Pastor Prince Okeke

Pastor Prince Okeke (2. Vorsitzender der IPK)

Pastor Prince Okeke arbeitet als Referent für Internationale Gemeinden auf dem Gebiet der Nordkirche. Am 26. Juni 2022 wurde der Internationale Kirchenkonvent mit 44 internationalen Gemeinden auf dem Gebiet der Nordkirche gegründet, um die Ökumene und die internationale Vielfalt in der Nordkirche zu fördern. Pastor Okeke ist auch Vorsitzender der Dachorganisation African Christian Council Hamburg, der 60 afrikanische Kirchen in Hamburg angehören. Zitat: “Die Zukunft der Kirche ist international und die Zukunft ist jetzt, lasst uns die Zukunft, die wir wollen, heute gestalten.”

Geschäftsführer

OKR Dr. Andreas Herrmann

OKR Dr. Andreas Herrmann (Geschäftsführer IPK)

Dr. Andreas Herrmann hat in Heidelberg und Tübingen Evangelische Theologie studiert. Er war fast 20 Jahre Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Von 2000 bis 2003 war er als Dozent am Kulp Bibel College in Mubi (Nigeria) tätig. Ein Studienaufenthalt führte ihn im Jahr 2009 an die Near East School of  Theology in Beirut (Libanon). Andreas Herrmann wurde über eine Arbeit zum Thema „Der Islam als nachchristliche Religion“ an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock promoviert. Seit 2022 ist er im Kirchenamt der EKD für das Referat Interreligiöser Dialog und seit 2023 zusätzlich für das Referat Internationale Gemeinden zuständig.

Präsidiumsmitglied

Pfarrer Raymond Chiu 

Pfarrer Raymond Chiu

Raymond Wai Man Chiu wurde in Hongkong geboren. Mit 20 Jahren kam er wegen des Studiums zum ersten Mal nach Deutschland. Nach dem Abschluss begannen seine Frau Anyi und er ein Theologiestudium in Taiwan. 2004 kehrten beide mit ihrer zwei Monate alten Tochter Dorcas nach Deutschland zurück. Raymond Chiu trat seine erste Pfarrstelle in einer chinesischen christlichen Gemeinde in Frankfurt am Main an.  Danach nahm er  eine Pfarrstelle in einer Gemeinde in Taiwan an. 2018 folgte er dem den Ruf Gottes und ging mit seiner inzwischen fünf-köpfigen Familie zurück nach Deutschland. Aktuell ist Raymond Chiu Pfarrer einer chinesischen christlichen Gemeinde in München. Einer seiner Lieblingsbibelverse steht im Hebräer 11,13: “Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht erlangt, sondern sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten, dass sie Fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seien.“

Präsidiumsmitglied

Pröpstin Pamela Garpefors

Pröpstin Pamela Garpefors

Pamela Garpefors ist Pröpstin für die Schwedische Kirche in Mittel- und Osteuropa. In dieser Funktion begleitet und unterstützt sie die schwedischen Auslandsgemeinden und Pfarrerinnen und Pfarrer in dieser weiten und vielfältigen Region. Ihr Dienst ist in der Gemeinde in Berlin angesiedelt. Die Ökumene ist für Pamela Garpefors ein zentraler und sehr wichtiger Aspekt ihres Dienstes. Zitat: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass unsere gemeinsame Arbeit und der Austausch zwischen den Kirchen von entscheidender Bedeutung sind, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.“

PRÄSIDIUMSMITGLIED

Pastor Steve Ogedegbe

Pastor Steve Ogedegbe ist ein christlicher Leiter, Pastor und Gospelkünstler mit Sitz in Kassel. Er dient als Pastor der Divine Impact Church of God e.V. Kassel und ist ökumenischer Mitarbeiter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Neben seinem pastoralen Dienst ist Steve Ogedegbe Direktor der Himmelsfels gGmbH sowie Co-Leiter der Himmelsfels Akademie, wo er sich aktiv in der Leiterschaftsentwicklung, Jüngerschaft und in glaubensbasierten Bildungsinitiativen engagiert. Darüber hinaus ist Pastor Steve Ogedegbe Gospelsänger und Komponist und nutzt Musik als Mittel des Lobpreises, der Inspiration und der geistlichen Transformation über kulturelle und konfessionelle Grenzen hinweg.